Backlinse trifft Michaela Römer von Izandla Zethu

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Michaela Römer und ihr Team von Izandla Zethu

Die Welt zu einem besseren Ort machen. Etwas im Rahmen der eigenen Möglichkeiten bewegen. Geht das? JA!!!

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Habt ihr euch das selber auch schon mal vorgenommen, etwas wirklich bewegen, sich dauerhaft sozial engagieren, nicht nur davon sprechen, sondern auch tatsächlich machen? Ich schon sehr häufig, doch so richtig aktiv bin ich dann noch nie geworden…

Wohl auch deswegen beeindruckt mich das Engagement von Michaela Römer umso mehr! Izandla Zethu ist der Name des von ihr initiierten, gesponserten und betreuten Projekt in Südafrika.

Izandla zethu möchte ich euch aus gleich mehreren Gründen ans Herz legen. Wir allen wissen um die wirtschaftlichen Auswirkungen, die Corona in unserem eigenen Land verursacht hat. In Südafrika, wo große Teilen der Bevölkerung dauerhaft in echter Armut leben, und dem nun seit Monaten durch die Pandemie auch noch der extrem wichtige Zweig des Tourismus komplett weggebrochen ist, kämpfen viele Menschen wortwörtlich ums Überleben.
Michaelas Projekt ist Hilfe zur Selbsthilfe, Perspektive und Hoffnung geben!

Falls ihr gerade jetzt vor Weihnachten noch auf der Suche nach einem geschmackvollen Präsent seid, dann könnte so ein handgefertigtes Unikat aus der Werkstatt von izandla zethu etwas für euch sein. Klickt euch durch den Shop dieser ganz besonderen gefertigten Schmuckstücke.


Michaela hat mir im Interview über ihre Vision von izandla zethu berichtet. Die Abläufe und auch Hürden, die damit verbunden sind, ein solch komplexes Hilfsprojekt dauerhaft auf einem anderen Kontinent auf die Beine zustellen.

Liebe Michaela, wie kommt man auf die Idee in Südafrika ein solch aufwendiges Projekt zu initiieren?

Unsere Hände sind dafür gemacht, Dinge zu bewegen und zu schaffen. Dieser Gedanke hat mich dazu inspiriert, ein Projekt ins Leben zu rufen, welches Jugendlichen die Möglichkeit bietet, eine handwerklich anspruchsvolle Tätigkeit erlernen und so selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Nach einem Besuch bei meinem Cousin Jonas in dem von ihm gegründeten masifunde CHANGEMAKER ACADEMY in Walmer Township, Port Elizabeth war ich so beeindruckt von der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Township, dass ich diese Vision genau hier und mit diesen Menschen umsetzen wollte: Mein in vielen Jahren erarbeitetes Wissen, sowie handwerkliche Fähigkeiten und Erfahrungen an diese jungen Menschen weitergeben, damit sie durch die Arbeit mit Ihren eigenen Händen Geld verdienen können.

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Wie lange war die Vorbereitungszeit von der Idee dort Hilfe zur Selbsthilfe aufzubauen, bis zum 1. verkaufen Schmuckstück?

Wir haben ab September 2018 in 6 Monaten ein wundervolles Team aufgebaut und gemeinsam eine Kollektion entworfen, die wir seitdem zum Verkauf anbieten und bereits viel positive Resonanz erfahren hat. Darauf bin ich tatsächlich ein wenig stolz. Gab es große bürokratische Hürden, wie hast du diese gemeistert oder hast du noch einen Partner vor Ort mit im Boot, der dich unterstützt hat? Glücklicherweise wickelt das ehrenamtliche Team des gemeinnützigen Vereins masifunde Bildungsförderungalle Finanzen für izandla zethuin Deutschland ab und garantiert, dass alle Einnahmen durch den Verkauf zu 100% nach Südafrika in das Projekt fließen.

Das Gebäude, wo dein Team nun die Schmuckstücke herstellt, habt ihr da selber vor Ort noch umbauen renovieren müssen und war es schwer überhaupt etwas Passendes zu finden?

Wir durften mit unserer Werkstatt ein kleines Häuschen auf einem Grundstück von masifunde beziehen, dass wir komplett renoviert und mit allem notwendigen Werkzeug ausgestattet haben. Zwei große Tische bekamen wir von einer Töpferin gespendet und alle Werkzeuge und Arbeitsmaterialien habe ich bereitgestellt.

Aus wie vielen „Handwerkern“ besteht dein Team in Südafrika, und hatten diese Menschen schon Vorkenntnisse bzw. wie hast du die Auswahl getroffen, wer für diese Arbeit geeignet ist?

Wir haben eine feste Trainerin, Phelelani, die im Township lebt und 2019 selbst als Trainee bei uns ausgebildet wurde. Sie bildet nun für jeweils sechs Monate 3-4 die neuen Trainees in der Schmuckherstellung aus. Die Trainees nehmen an einem Förderprogramm für ‚Out of school‘ Jugendlichen teil und bewerben sich auf die wenigen, verfügbaren Plätze. Das Ziel dieses Programmes besteht in der Ausbildung der Jugendlichen und deren Vermittlung in den Arbeitsmarkt oder an weiterführende Schulen und Universitäten.

Ich bin ja schon selber stolze Besitzerin einer solchen wunderschönen Kette, persönlich finde ich es besonders großartig, dass ihr alte Wellblechdächer zum Erstellen der Schmuckstücke nehmt. Wie bist du auf diese Idee gekommen?

Da uns in unserem Projekt die Mittel für die Beschaffung hochwertiger Materialien fehlten, mussten wir nach einer Idee suchen, wie wir kostengünstige Rohstoffe bekommen könnten. Während dieser Überlegungen kamen wir darauf, dass Wellblech – das Material, aus dem viele der Hütten im Township gebaut sind – in großer Menge kostenlos verfügbar ist und zudem eine besondere symbolische Bedeutung hat.

Alles von der Homepage bis zur Auslieferung ist wirklich perfekt organisiert, jedoch kann ich mir vorstellen, dass du von Zeit zu Zeit auch vor Ort sein musst?

Ja, eigentlich wäre ich gerne ständig in unserer Werkstatt, anfangs habe ich versucht, wenigstens dreimal im Jahr vor Ort zu sein, um persönlich zu helfen, die Skills weiter auszubauen, weitere Vertriebskanäle zu erschließen und bei der Vermittlung unserer Trainees zu helfen. Aus ökologischen Gründen habe ich die Reisen bereits auf einen Besuch im Jahr reduziert, jedoch kann ich natürlich aktuell überhaupt nicht nach Port Elizabeth reisen, was mich sehr schmerzt.

Was ist deine Vision und dein Ziel für die Zukunft, wo siehst du Izandla Zethu in 5 Jahren?

Sollte unsere Idee weiterhin so gut angenommen werden, träumen wir heute davon, ein Ausbildungszentrum aufzubauen, in dem wir auch andere handwerkliche und unternehmerische Fähigkeiten vermitteln und so interessierten Jugendlichen ein Sprungbrett in die Arbeitswelt bieten. Aber bis dahin ist noch sehr viel zu tun…

Liebe Michaela ich ziehe den virtuellen Hut vor Dir.

Dankeschön für diesen spannenden, inspirierenden Einblick in dein Projekt.

Für alle die Michaela nicht kennen sei an dieser Stelle noch kurz gesagt. Michaela Römer ist eine erfahrene und seit Jahrzehnten selbstständige Goldschmiedemeisterin. Wir kennen und schätzen uns als Handwerks-Kolleginnen schon seit vielen Jahren.

Brautpaare, die sich individuelle, exklusive Eheringe/Schmuckstücke wünschen, sind bei Michaela genau richtig.

Ihre Arbeiten sind Unikate und sie legt 100 % Wert darauf jeder/m Kunden/in das Schmuckstück zu designen, das ihn/sie ein ganzes Eheleben begleitet und zu ihm/ihr passt.

#loveissweet

Heike

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