Weil das Leben kein Instagram- oder Facebookacount ist…

Kennt ihr das, ich scrollt euch durch diverse Instagram Seiten und Facebookaccounts und plötzlich kommt euch euer eigenes Leben irgendwie regelrecht unspektakulär vor. Denn ihr trinkt nicht alle paar Wochen in irgendwelchen Hotspots einen Latte Macchiato  oder schlürft ein Cocktail an einem Traumstrand?

Eure Wohnungen und Häuser sind keine Instagram tauglichen “Fotostudios”, die Möbel sind nicht hip,sondern eher hopp;-) sprich es regiert noch der trendige Landhausstil der 90 iger:-) und unordentlich ist es oft noch dazu…

Dann geht es euch wie mir, manchmal bestaune ich das “aufregende & perfekte” Leben der Anderen und bin ich fast ein bisschen neidisch.

Sind nur noch Momente, die wir öffentlich teilen, wertvoll und schön?

heike krohz

Immer häufiger frage ich mich ernsthaft, bin ich mit 44 schon zu alt für die Hochzeitsbranche oder all diese Social Media Geschichten?

Mir kommt es so vor, als ob eine große Wandlung stattgefunden hat. Noch vor 2 Jahren ging es auf den Social Media Kanälen darum, Brautpaaren Input für ihre Hochzeit zu zeigen (vielleicht liege ich auch hier schon völlig falsch…). Unsere Branche präsentierte in 1. Linie die Ergebnisse ihrer Arbeit. Sprich glückliche Brautpaare, tolle Locations, wundervolle Blumensträuße, aufwendige Torten. Es ging darum, Brautpaare zu informieren, was machen wir, wie machen wir es , wofür stehen wir…

Klar gab es auch den einen oder anderen persönlichen Post, private Schnappschüsse. Mittlerweile habe ich das Gefühl es hat eine Wende stattgefunden, mir kommt es teilweise vor als ginge es vermehrt nur noch um Selbstdarstellung. Oder ist das was ich als solche empfinde wertvolles Marketing und ich persönlich finde es einfach nur überflüssig?

Ich frage mich ernsthaft bin ich so spießig, rückständig und altmodisch, dass ich da nicht mithalten möchte? Unterschätze ich es nur, wie wahnsinnig aufregend es für andere sein mag, wie ich morgens meinen 1.Kaffee trinke und ob ich einen Bad-Hair-Day habe, mein Meerschweinchen seinen 2.Geburtstag feiert oder mein Kind eine Siegerurkunde beim Sportfest gewonnen hat?

Wollen meine zukünftigen Brautpaare all das von mir wissen, müssen sie es wissen?!

Ich weiß es gibt Prognosen, wer heute noch nicht bei Snapchat ist, der ist in 2 Jahren weg vom Fenster. Also bin ich jetzt schon total out?

Liebe Kollegen, wie seht ihr das?

Geschätzte Brautpaare auch eure Meinung interessiert mich brennend! Natürlich spielen der Sympathiefaktor und das Branding gerade in so einer emotionalen Branche wie dem Weddingbusiness eine wichtige Rolle. Ich verstehe, dass ihr wissen möchtet wer sind diese Leute, die uns an unserem schönsten Tag im Leben begleiten, aber was möchtet ihr wissen?

Wonach entscheidet ihr? Wie informiert ihr euch, was ist euch wirklich wichtig zu erfahren, was findet ihr interessant und auf welche Informationen könnt ihr getrost verzichten?

 

Gespannte Grüße

Heike

 

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