Networking, kann das jeder?

Nennen wir den Grund für diesen Blogbeitrag mal “aus aktuellem Anlass…” :-)
Netzwerke sind wichtig, nein, sie sind superwichtig. Sie aufzubauen dauert oft Jahre. Denn ein gutes Netzwerk basiert auf gemeinsamen Erfahrungen, Werten, Qualitätsansprüchen und großem Vertrauen. Gerade für ein kleines Unternehmen wie suess-und-salzig und wie so viele andere in der Hochzeitsbranche, sind Kooperationen mit anderen Dienstleistern aber auch eine Chance das Werbebudget zu schonen.

Das finde ich völlig legitim und ich freue mich über jede erfolgreiche Empfehlung, die ich für einen Kollegen aussprechen kann… Und bin dankbar über jede Empfehlung, bei der ein Kollege die Hochzeitstorten / Sweet Candy Table Konzepte von  suess-und-salzig einbringt. Eine mündliche Empfehlung empfinden Brautpaare oft ist viel wertiger als die X Anzeigen, Banner und Co, denen sie während ihrer Hochzeitsplanung begegnen.

Das Prinzip, ich empfehle dich und du empfiehlst mich, ich helfe dir und du hilfst mir… so sollte Zusammenarbeit eigentlich laufen.

törtchen suess-und-salzig Foto by Katja Heil

Das Verständnis, was solche oft auch freundschaftlich geprägten Netzwerke betrifft, scheint aber noch nicht überall angekommen zu sein… Bzw. der Nutzen davon scheint erkannt zu sein, aber nicht die dementsprechenden Umgangsformen, die es benötigt, um so etwas aufzubauen.

Hier einmal eine kleine persönliche Sammlung der größten No-Gos der letzten Tage , wendet sie an und ich garantiere euch KEINEN Erfolg;-)) zu mindestens nicht bei mir!

1. Anrufe wie: “Hallo Sie sind doch der Partyservice…., können wir mal die Geschäftsleitung sprechen?”

Es kommt ganz schlecht an , wenn man schon beim ersten Satz merkt, dass Gegenüber hat null Ahnung von meiner Firma und was ich genau mache…

2. Mails an Herr Groht, Frau Kotz, Herr Hrotz, Hallöle suess und sauer……………………

Ähnlich Punkt zwei, um einen Kooperationspartner zu gewinnen, ist es äußerst hilfreich zu mindestens seinen Namen und sein Geschlecht zu kennen..

3. Copypasteanschreiben in der Art wie: ” Hallo, wir hatten schon X Hochzeiten zusammen , finden deine Arbeiten ganz toll und würden gerne enger mit suess-und-salzig zusammenarbeiten. Kannst du uns bitte verlinken?” …

Dumm ist nur, wenn zwischen mir und der besagten Firma 700 km liegen, also welche Zusammenarbeit soll das bitte gewesen sein?

4. Wir sind neu im Business und haben noch nicht viele Aufträge, es wäre ganz toll, wenn du uns bitte deinen Kunden weiterempfehlen kannst…

Eine Empfehlung heißt für mich auch Verantwortung dafür zu übernehmen, wen oder was ich empfehle, läuft es nicht gut mit dem empfohlenen Dienstleister, so fällt das automatisch auf mich zurück…
Daher empfehle ich meinen Brautpaaren prinzipiell nur Dienstleister, die ich persönlich kenne und als Menschen schätze, mit denen ich mehrfach zusammengearbeitet habe, die fachlich überzeugen und die ich selber auch für meine Hochzeit buchen würde!

Nach den No-Gos jetzt einige Tipps wo und wie erfolgreiches Networking beginnen kann.

1. Wedding Meet Ups, mittlerweile finden fast in allen größeren deutschen Städten Wedding Meet Ups statt. Eine tolle Gelegenheit Kollegen aus der Hochzeitsbranche kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Und erste zarte Networkingbande zu knüpfen…

2. Als ich mit suess-und-salzig begonnen habe, waren meine ersten Netzwerke Dienstleister aus meiner nächsten Umgebung, die ungefähr auf dem gleichen Level gearbeitet haben wie ich damals. Der Frisör im Ort, der Florist um die Ecke… Je nach Möglichkeit habe ich mich immer persönlich vorgestellt, was ich besser finde als eine Mail zu verschicken…
Es ist zwar verführerisch sich direkt an sehr bekannte Dienstleister zu wenden, aber Netzwerkpartner sollten auf ähnlicher Ebene arbeiten, da sie somit auch eine ähnliche Zielgruppe haben. In der Art wie man sein Business weiterentwickelt, entwickelt sich auch das Netzwerk.

3. Gebt alles und zwar immer. Besonders jedoch, wenn ihr einen Auftrag einer Empfehlung verdankt, denn somit seid ihr doppelt in der Pflicht, nämlich eurem Kunden und demjenigen, der sich für euch eingesetzt hat.

4. Netzwerken heißt nicht automatisch befreundet sein, kann sich daraus aber durchaus entwickeln. Wichtig ist ehrlich, fair und zuverlässig zu sein. Netzwerke müssen ähnlich einer guten Freundschaft gepflegt werden.

Viel Erfolg beim Netzwerken
und ein sonniges Wochenende
wünscht euch
Heike

PS. In meiner Kategorie Eyecandy findet ihr meine persönlichen Highlights, alle Kollegen die dort verlinkt sind, empfehle ich oft und gerne, weil ihre Arbeit einfach etwas besonderes ist. Weitere Empfelungen findet ihr auch unter Links.

Schreibe einen Kommentar