Backlinse trifft… Ellen von Frieda Therés

Die deutsche Hochzeitslandschaft hat sich unglaublich gewandelt in den letzten Jahren. Großen Anteil haben daran auch die Hochzeitsblogs, die Trends aufgreifen und mit viel Herzblut fast täglich zum Thema Hochzeiten Neuigkeiten posten. Einer meiner Lieblingsblogs ist Frieda Therés . Ellens Blog ist mir von Anfang an durch seine stilvolle, edle und oft fast schlichte Art positiv aufgefallen.

Konsequent zeigt Ellen, nur was ihr persönlich gefällt, dadurch empfinde ihren Blog als einen sehr authentisch. Ganz besonders freue ich mich wenn sie wieder ein neues Moodboard kreiert hat, die sind so schön, die könnte man glatt als Bild an die Wand hängen:-)

Auch das neue  Sommer E-mag  von Frieda Therés ist gefüllt mit wunderschönsten Eyecandy.

Nun hat Ellen sich die Zeit genommen hat mir einige Fragen zu beantworten:

Ellen mit Blumen (1)
Ellen von Frieda Therés Foto @ www.pausin-fotografie.de

Liebe Ellen, du bist die geborene Hochzeitsbloggerin, nun würde mich doch sehr interessieren was du vor Frieda Theres beruflich gemacht hast. Und wie bist du auf die Idee zu diesem Blog gekommen?

Erstmal vielen Dank für das liebe Kompliment J Bevor ich beim Bloggen gelandet bin, habe ich Betriebswirtschaft studiert und anschließend in der Konsumgüterbranche im Produktmarketing gearbeitet. Dort war ich für die Entwicklung und die Einführung neuer alkoholfreier Getränke zuständig und ich würde das wohl auch heute noch machen, wenn mir nicht die Liebe dazwischen gekommen wäre…  Ich habe dann nach ein paar Monaten Nägel mit Köpfen gemacht und bin zu meiner großen Liebe gezogen. Also hieß es für mich: alles auf Neuanfang, sowohl beruflich, als auch privat.

Da mir Hochzeiten aber schon immer in meinem Kopf herum spuckten, war der Zeitpunkt ideal, mich diesem Thema wieder mehr zu widmen und ich konnte mir immer mehr vorstellen, als Hochzeitsplanerin zu arbeiten. Richtig ins Rollen kam es dann mit der Hochzeit meines Bruders.  Ich habe nächtelang mit meinem Freund an einem sehr aufwändigen, elektronischen Hochzeitsspiel für das Brautpaar gebastelt. In diesen Nächten  wurde der Gedanke als Hochzeitsplanerin zu arbeiten immer konkreter. Das war mein ursprünglicher, langfristiger Plan. Dass ich dann letztlich beim Bloggen geblieben bin, war somit nicht geplant (vor allem, weil es für mich absolutes Neuland war), aber ich bin damit rundum glücklich.

Stilvoll, elegant und oft auch puristisch, so würde ich deinen Blog beschreiben, zieht sich dieser Style auch durch deinen privates Leben. Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, das deine Wohnung sehr modern und mit viel weiß eingerichtet ist, liege ich da falsch?

Da liegst du genau richtig liebe Heike. Tatsächlich konnte ich mich mit zu vielen Farben auf einmal und Unordnung noch nie richtig anfreunden. Ich mag es schon immer schlicht und das spiegelt sich auch in der Wohnung wider. Viel frisches Weiß trifft auf gemütliches Holz – alles im skandinavischen Look. In unserer neuen Wohnung habe ich zudem auch viel mit verschiedenen Grautönen gemacht und erstmals auch mehrere schwarze Details eingebaut.

Das ist jetzt meine Dekobasis, denn ich mag es sehr, wenn ich Räumen ganz einfach frischen Wind verleihen kann, zum Beispiel mit farbigen Kissen, Vasen, Blumen etc. Ich liebe alle Farben viel zu sehr, um mich nur auf eine festlegen zu können, daher mag ich es, diese immer einfach wechseln zu können. Die Basis muss bei mir aber immer ruhig, neutral und wertig sein.

Durch deinen Blog beschäftigst du dich praktisch rund um die Uhr mit dem Thema heiraten. So wie die vergangen Jahre das Thema Vintage die Hochzeitswelt beherrscht hat (oder es teilweise noch tut), siehst du einen vergleichbar starken neuen Hochzeitstrend, der sich anbahnt?

Ich bin persönlich vintage-satt, wenn man das so sagen kann und auch ganz froh, dass jetzt langsam die neue Lässigkeit kommt. Bei meinen Lesern ist der lockere Hippie-Stil unglaublich gefragt. Wilde Sträuße, fließende Kleider, lockere Brautfrisuren und ein ungezwungenes Fest sind immer beliebter. Daneben spielen Individualität und auch der Glamour-Faktor eine immer stärkere Rolle. Die eigene Hochzeit soll eben etwas sehr besonderes sein und daher wird gerade auf persönliche, liebevolle Details immer mehr Wert gelegt. Das macht es auch so unglaublich spannend und abwechslungsreich, denn von der Gartenhochzeit bis hin zur Hochzeit in der Stadt verwirklicht jeder seinen persönlichen Traum.

Viele nutzen die besondere Stimmung auch, um gleich mehrere Tage am Stück mit Freunden und Familie zu verbringen. Ein gemeinsames Essen am Vorabend wird immer beliebter und stimmt alle auf diesen einmaligen Tag ein.

Jeder der beruflich viel mit Schreiben zu tun hat, kennt sie wohl, die Schreibblockade. Was ist dein bestens Mittel dagegen?

Oh ja, die kenne ich J Mittlerweile habe ich für mich selbst aber einen ganz guten Umgang damit gefunden. Wenn ich keine Worte finde, dann mach ich erstmal etwas, wobei ich mich bewegen muss und vom Schreibtischstuhl hochkomme. Aufräumen, Wäsche aufhängen etc.

Ich kann übrigens auch nicht schreiben, wenn Musik läuft. Am besten ist für mich Stille und dazu ein schwarzer Tee oder im Sommer eine eiskalte Cola.

 Die dt. Hochzeitslandschaft hat sich in den letzten 3 bis 4 Jahren wahnsinnig weiterentwickelt. Ein regelrechter Hochzeitsboom ist ausgebrochen. Was denkst du persönlich, wo wird die Hochzeitsindustrie in 5 Jahren  stehen?

Ja, das stimmt und es bleibt wirklich sehr spannend. Auf dem deutschen Hochzeitsmarkt ist jedoch noch sehr viel Potenzial für neue Ideen, die Lust aufs Heiraten und Heiraten vor allem einfacher machen. Die neue Form der kleinen Hochzeitsmessen (wenn man überhaupt noch von Messen sprechen kann) finde ich daher super und auch richtungsweisend.

Ich kann mir auch sehr gut Workshops für Bräute und Paare vorstellen oder auch neue Erscheinungsformen des klassischen Hochzeitsplaners. So etwas wie ein Hochzeits-Assistent vielleicht oder kleine Hochzeitslädchen, in denen man mit seiner Hochzeitsmappe unterm Arm hingeht und Fragen stellt, die noch offen sind. Viele Paare brauchen und wollen kein Rundum –Paket mehr, sondern einfach jemanden, der mal ganz unbefangen eine Meinung zum Brautkleid abgibt.

Spezialisierte Anbieter (wie du ja auch) werden meiner Meinung nach auch langfristig bestehen bleiben und immer wichtiger werden. Individualität gibt es eben nicht vom Fließband.

Wenn du einem Brautpaar bei der Planung drei gute Ratschläge geben dürftest, welche wären das?

Meine drei wichtigsten Tipps für alle Paare:

  1. Frühzeitig mit allem anfangen, vor allem wenn es darum geht, die Dienstleister zu buchen. Klingt zwar erstmal übertrieben, aber gerade gegen Ende rasen die Monate und viele Paare packt dann die Panik und der Stress. Das lässt sich vermeiden, wenn man frühzeitig die großen Punkte wie Location, Fotograf und DJ/Band abklärt.
  2. Entspannt bleiben und alles mit Freude planen, dabei aber auch mal „hochzeitsfreie Tage“ schaffen.
  3. Ungewohnte Farben wählen, nur weil die eine Hochzeit auf Pinterest damit soooo schön aussah. Inspirationen sind gut und wichtig, aber man sollte sich fragen: Wenn es diese Hochzeit zum Anziehen gäbe, würde ich sie tragen?

Hast du eine persönliche Vision deiner eigenen Traumhochzeit, und würdest du uns davon ein bisschen verraten?

Meine Traumhochzeit sähe so aus: Eine freie Trauung in der Toskana bei warmen Temperaturen. Wir verbringen mit unseren Familien und Freunden 3 Tage vor Ort mit einem gemütlichen BBQ am Vorabend und einem großen Brunch am Tag nach der Hochzeit. Am Hochzeitstag selbst ist alles sehr gemütlich aber auch festlich. Meine Farben wären Weiß, Cremé, Rosé und Pfirsich.

Ich könnte mir aber auch eine Hochzeit in einer modernen Location in der Stadt mit Blick auf die leuchtende Skyline gut vorstellen. Ich bin gespannt, wie es dann tatsächlich wird und werde es garantiert mitteilen, wenn es soweit ist J

Die Drei Dinge, die aber auf jeden Fall stimmen müssen, egal wo und wie ich heirate: gutes und ausreichendes Essen, tolle Blumen, ein guter Fotograf.

Was ist für dich mit Abstand das schlimmste no-go, was dir zum Thema Hochzeit einfällt?

– weiße Tauben. Dann lieber weiße Ballons für alle.

– Gäste die hungrig nach Hause gehen. Ahhh, das geht gar nicht, hört man aber leider viel zu oft…

Fast jeder hat einen absoluten Lieblingskuchen, was isst du besonders gerne an Süßem?

Oh Heike, da muss ich scharf nachdenken, denn das ist wirklich ein Kopf-an Kopfrennen zwischen frischen Zimtschnecken und Käsekuchen. Wenn sie noch warm und dazu weich sind, gehen die Zimtschnecken aber klar in Führung.

Seit neuestem habe ich auch wieder Geschmack an Zitronenrolle gefunden. Da könnte ich mich aktuell rein legen.

 Wenn du dich in 3 Worten beschreiben sollst, was fällt dir dann spontan ein?

Humorvoll – familienverbunden – kreativ

Schreibe einen Kommentar