BÄH…wie Buttercreme??! Warum die Buttercreme ein echtes Imageproblem hat !

Vorab, in einem Punkt muss ich jedem Buttercremekritiker recht geben, ein Buttercreme ist niemals superleicht wie z.B. ein Joghurtmousse und kalorienarm erst recht nicht. (Doch ein bisschen sündigen darf man (frau) schon mal, besonders an der Hochzeit, finde ich zu mindestens:-))

Viele meiner Brautpaare sind am Anfang mehr als skeptisch, wenn ich ihnen verkünde, dass alle meine Hochzeitstorten mit Buttercreme gefüllt sind. Die meisten kann ich am Telefon zu mindestens überzeugen, dass sie erst mal alles probieren können, bevor sie sich entscheiden müssen. Um dann zu beurteilen, ob sie  meine Art Buttercreme zu machen, auch so grässlich finden wie die Erfahrungen, die sie davor häufig machen mussten (99% sind nach den Probetörtchen positiv überrascht!).

Aber warum ist die Buttercreme eigentlich so unbeliebt? Dafür gibt es eine ganz einfach Antwort. Leider verwenden viele Konditoreien und Bäckereien für ihre (Buttercreme)-Füllungen nur noch zusammen gerührte Fertigmischungen. Das ist billiger, schneller und einfacher…. :-(

Manche davon enthalten noch nicht einmal mehr Butter, sondern nur irgendwelche Fette, die sich durch Emulgatoren aufschlagen lassen wie Schaum. So ähnlich schmeckt das Ganze auch, wie fetter, aufgeschlagener Schaum, vielleicht noch mit ein bisschen Früchtearomapaste versetzt…

Solche Cremes hinterlassen im Gaumen eine schmierige Fettschicht und wer solche “Buttercreme” mal essen musste, dem ist der Appetit darauf, mit recht fürs Erste vergangen. Eigentlich ist ein Buttercreme was tolles, hochwertiges und kann durchaus frisch und fruchtig schmecken. Als Füllung bei meinen Hochzeitstorten unersetzlich, da sie auch im Sommer eine gewisse Stabilität gewährleistet.

Jeder, der schon mal 15 Kg Torte gestapelt hat bei 35 Grad, und damit noch 100 km durch die Gegend gefahren ist, weiß wovon ich rede:-).

(M)eine frische Buttercreme besteht nur aus besten Zutaten, wie Milch, Vanille, Zucker und ja ich gebe es zu, VIEL Butter:-) Oft wandele ich meine Cremes ab, mit frischem Früchtepüree, Krokant, Schokolade, Chilie, einem Schuss hochprozentigem ;-)

Wichtig ist bei der Herstellung der Buttercreme die richtige Temperatur von abgekühltem “Pudding” und Butter beim aufschlagen zu treffen. Dann verbinden sich beides zu einer homogenen Creme, die sich ganz OHNE Chemie hervorragend aufschlagen lässt und auch so schmeckt.

 Ehrenwort!!

Noch ein kleiner Tipp von mir, sollte eure Buttercreme beim Aufschlagen gerinnen, dann hat das Temperaturverhältnis von Butter und Pudding nicht gestimmt. Um die Creme wieder schön glatt zu bekommen, einfach auf dem Wasserbad aufschlagen, bis ihr wieder eine glatte Masse habt.
Konnte ich euch überzeugen;-)?


Süße Grüße
Heike

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Foto @ Anna Mardo Hochzeitsfotografie

 

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